Religiöses Profil

Wie macht sich religiöse Erziehung

im Schulalltag bemerkbar?

Vernetzter Religionsunterricht

In der Marchtaler-Plan-Schule wird das Fach Katholische Religionslehre in die Vernetzung einbezogen. Das bedeutet, dass der Klassenlehrer auch der Religionslehrer ist. Der Vernetzte Unterricht im Marchtaler Plan denkt “von den Sachen her und fragt, was zur Erkenntnis einer größeren Wirklichkeit, zu der ganz selbstverständlich ihre religiöse und ethische Dimension gehören, vonnöten ist.” (Marchtaler Plan, Rottenburg 2002, S. 16) Die Inhalte der Staatlichen Lehrpläne für das Fach Katholische Religionslehre werden dabei voll eingebracht.

Morgenkreise

Die Morgenkreise bieten Raum für Anschauung und Besinnung. Die “Jesuskerze”, die dabei angezündet wird, symbolisiert: Jetzt ist Jesus in unserer Mitte, denn “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen” (Mt 18,20). Morgenkreise sind auch der Raum für das Morgengebet und in vielen Klassen für Namenstagsfeiern.

Schulgottesdienste

Bei den Schulgottesdiensten bilden die “Jesuskerzen” der Klassen die Altarkerzen. Gottesdienste feiern wir meistens inmitten der Schule in unserer Glashalle. In verschiedenen Zusammensetzungen (Grund- oder Mittelschule oder die ganze Schule) erleben wir das Kirchenjahr: die Heiligenfeste zu Franz von Assisi, Martin und Nikolaus, die Vorbereitung auf Weihnachten, den Einzug Jesu in Jerusalem vor dem Palmsonntag und als Höhepunkt des Schuljahres das Pfingstereignis, wenn die Drittklässler in ihren Gemeinden bei der hl. Erstkommunion waren. Im “Haus der Stille” werden Gottesdienste auch auf Klassen- oder Jahrgangsstufenebene gefeiert. Im Zweijahresrhythmus versammeln wir die ganze Schulgemeinde (Kinder, Lehrkräfte und Eltern) zu einer großen Eucharistiefeier meist in einer großen Augsburger Kirche, zuletzt 2013 beim Weihnachtsgottesdienst in St. Pius.

Erstbeichte

Das Sakrament der Erstbeichte erleben unsere Drittklässler nach intensiver Vorbereitung in der vernetzten Unterrichtseinheit “Umkehr und Versöhnung” in der Schule beim jeweiligen Schulseelsorger, 2012/2013 Pater Christoph Lentz (SAC). An der Erstkommunion und Firmung nehmen unsere Schülerinnen und Schüler in ihren Pfarrgemeinden teil.

Kruzifixe in der Schule

Die Klassenkruzifixe werden in unserer Schule zu Schuljahresbeginn immer abgehängt, im Morgenkreis betrachtet und dann ganz bewusst im Klassenzimmer an einem würdig gestalteten Platz wieder aufgehängt. Jesus ist bei uns im Alltag. Das wird auch durch das schöne Kruzifix (Künstler: Friedrich Koller), das als Vortragskreuz mitten in der belebten Pausenhalle steht, symbolisiert.

Solidarisch mit der “Einen Welt”

Es geht uns in Augsburg und in unserer Franz-von-Assisi-Schule gut. Getragen von diesem Bewusstsein und in Dankbakeit dafür unterstützte unsere Schulgemeinde von Anfang schulische Projekte in der “Einen Welt”:

1991 – 1996: St. Francis of Assisi-Primary School in Nyenga/Uganda (diese Schule stand zusammen mit der Franz-von-Assisi-Schule in Waldstetten Pate bei unserer Namensgebung!)
1997 – 1999: Projekt “Maowanda ma Bibodi” (Freunde von Bibodi) in Bibodi/Kamerun
1999 – 2002: Projekt “Puente de Amistad” (Brücke der Freundschaft) für die Schule Francisco Coll in der “Stadt auf dem Müll” in Guatemala-City
2003 – 2005: Projekt “Keta Keti Himalaya Ma” (Kindes des Himalaya) für die Schule Lophel-Ling-Manang” für tibetische Flüchtlingskinder in Nepal
2006 – 2012 Projekt “Watoto kwa Watoto” (Kinder für Kinder) für eine Schule in North Horr (Kenia)

 

Das Haus der Stille

Unseren Schülerinnen und Schülern steht ein großes “Haus der Stille” zur Verfügung, das sich für Meditationen, Stilleübungen, Gebetskreise und Andachten ebenso eignet wie für Klassen- oder Jahrgangsgottesdienste, liturgischen Tanz, Vorträge, Elternversammlungen oder Autorenlesungen.